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Sportliche Aktivität ist gesund – für den gesamten Organismus. Für die Haut jedoch bedeutet regelmäßiges Training eine besondere Belastung. Schweiß, mechanische Reibung, UV-Strahlung, Wind, Kälte oder Salzwasser wirken direkt auf die Hautbarriere ein. Gerade Sportler und aktive Menschen benötigen daher eine Pflege, die nicht nur kurzfristig „pflegt“, sondern die natürlichen Schutzmechanismen der Haut gezielt unterstützt.
Dieser Artikel erklärt auf wissenschaftlicher Grundlage, wie Belastung die Haut beeinflusst, welche Prozesse dabei ablaufen und warum naturbasierte Pflegeprodukte für Sportler eine funktional sinnvolle Lösung darstellen.
Die Hautbarriere – vor allem das Stratum corneum – ist entscheidend für die Abwehr äußerer Einflüsse. Sie reguliert den transepidermalen Wasserverlust (TEWL), schützt vor Mikroorganismen und mechanischen Reizen.
Studien aus der Dermatologie zeigen, dass intensive körperliche Aktivität diese Schutzfunktion messbar beeinträchtigen kann:
Schweiß verändert den pH-Wert der Hautoberfläche
Reibung durch Kleidung oder Ausrüstung führt zu Mikroverletzungen
Häufiges Duschen nach dem Sport kann Lipide aus der Hornschicht auswaschen
UV-Strahlung und Umweltfaktoren verstärken oxidativen Stress
Eine erhöhte TEWL-Rate nach sportlicher Belastung wurde u. a. in Untersuchungen im International Journal of Cosmetic Science und im Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology beschrieben. Die Folge: trockene, empfindliche oder gereizte Haut – selbst bei Menschen ohne klassische Hautprobleme.4
Schweiß erfüllt eine wichtige thermoregulatorische Funktion. Gleichzeitig enthält er Salze, Harnstoff und Stoffwechselprodukte, die bei längerem Kontakt mit der Haut irritierend wirken können.
Dermatologische Studien zeigen:
Langanhaltende Feuchtigkeit begünstigt Mazeration (Aufquellen der Haut)
Salzrückstände können die Haut austrocknen
In Kombination mit Reibung steigt das Risiko für Chafing und Entzündungen
Entscheidend ist daher nicht, Schweiß zu „vermeiden“, sondern die Haut nach dem Training gezielt bei der Rückkehr in ihr physiologisches Gleichgewicht zu unterstützen.
Moderne Hautpflege für Sportler sollte nicht aggressiv „reparieren“, sondern biologische Prozesse unterstützen. Aus wissenschaftlicher Sicht sind dabei drei Faktoren zentral:
Die Hautbarriere besteht aus Ceramiden, Fettsäuren und Cholesterin. Natürliche Pflanzenöle mit ähnlicher Fettsäurestruktur (z. B. aus Samen oder Nüssen) können laut Studien im British Journal of Dermatology die Barriereregeneration fördern.
Intensive Belastung erhöht lokal entzündliche Prozesse. Pflanzliche Inhaltsstoffe wie Polyphenole oder sekundäre Pflanzenstoffe zeigen in dermatologischen Studien entzündungshemmende und antioxidative Eigenschaften.
Haut nach dem Sport benötigt Feuchtigkeit – jedoch ohne die Poren zu verschließen. Natürliche Feuchthaltefaktoren wie pflanzliches Glycerin oder Aloe-verwandte Polysaccharide unterstützen nachweislich die Hydratation, ohne die Thermoregulation zu beeinträchtigen.
Warum naturbasierte Pflege für Sportler besonders sinnvoll ist
Konventionelle Kosmetik setzt häufig auf synthetische Duftstoffe, Silikone oder Mineralöle. Diese können kurzfristig ein glattes Hautgefühl erzeugen, tragen jedoch nicht aktiv zur Regeneration der Hautbarriere bei.
Wissenschaftliche Übersichtsarbeiten, u. a. aus Environmental Health Perspectives, zeigen zudem:
Bestimmte synthetische Inhaltsstoffe können die Hautflora beeinflussen
Okklusive Substanzen können unter sportlicher Belastung Wärmestau fördern
Rückstände gelangen über Duschen in Gewässer und belasten aquatische Ökosysteme
Naturbasierte, zertifizierte Bio-Naturkosmetik verfolgt einen anderen Ansatz:
Sie nutzt Inhaltsstoffe, die biochemisch besser mit der Haut kompatibel sind und gleichzeitig ökologisch abbaubar bleiben.
Eine intakte Hautbarriere ist kein kosmetisches Detail – sie ist funktionell relevant. Studien aus der Sportmedizin zeigen, dass Hautirritationen:
das Wohlbefinden beeinträchtigen
zu Ablenkung und Unbehagen während der Aktivität führen
das Infektionsrisiko erhöhen können
Für Sportler bedeutet Hautpflege daher nicht „Wellness“, sondern Prävention. Wer regelmäßig trainiert, draußen aktiv ist oder sich wechselnden Umweltbedingungen aussetzt, benötigt Pflegeprodukte, die Belastung antizipieren – nicht erst Symptome kaschieren.
Fazit: Natürliche Pflege als funktionaler Bestandteil des Trainings
Sport fordert den Körper – und die Haut. Schweiß, Reibung und Umweltfaktoren greifen die Hautbarriere messbar an. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen klar: Eine gezielte, naturbasierte Pflege kann die Regeneration unterstützen, Entzündungen reduzieren und die Haut langfristig widerstandsfähiger machen.
Für aktive Menschen ist Hautpflege damit kein Nebenthema, sondern ein integraler Bestandteil eines gesunden, leistungsfähigen Lebensstils – funktional, nachhaltig und im Einklang mit der Natur.
Studien
Kim, H. J., Lee, J. Y., Kim, S. H., & Lee, S. J. (2013).
Influence of sportive activity on skin barrier function.
International Journal of Cosmetic Science, 35(5), 503–510.
https://doi.org/10.1111/ics.12067
Kim, M. K., Choi, S. Y., Byun, H. J., Huh, C. H., Park, K. C., & Youn, S. W. (2012).
Effect of exercise-induced sweating on facial sebum, stratum corneum hydration and skin surface pH.
Skin Research and Technology, 18(4), 428–434.
https://doi.org/10.1111/j.1600-0846.2012.00587.x
Sato, Y., Hotta, K., Ishida, K., & Matsumura, H. (2021).
The association between activity levels and skin hydration.
Clinical, Cosmetic and Investigational Dermatology, 14, 317–325.
https://doi.org/10.2147/CCID.S295312
Liu, C., Chen, Y., Lin, H., & Huang, Y. (2021).
Effects of exercise on the skin epithelial barrier of young adults.
International Journal of Environmental Research and Public Health, 18(2), 653.
https://doi.org/10.3390/ijerph18020653
Fluhr, J. W., Feingold, K. R., & Elias, P. M. (2006).
Transepidermal water loss reflects permeability barrier status: Validation in human and rodent in vivo and ex vivo models.
Experimental Dermatology, 15(7), 483–492.
https://doi.org/10.1111/j.1600-0625.2006.00438.x
Suter, F., & Hummler, E. (2024).
The potential of exercise on lifestyle and skin function: A narrative review.
JMIR Dermatology, 7, e51962.
https://doi.org/10.2196/51962